Graz, August 2020

Mit einer Steigerung der Einreichungen um exakt 32% im Vergleich zum Vorjahr wird die Erfolgsgeschichte des österreichischen Weinwettbewerbs für PIWI-Sorten weitergeschrieben! Obmann Wolfgang Renner ist überzeugt: „PIWIS lassen sich nicht mehr aufhalten“!

PIWI AT Weinpreis 2020 Flaschen©Spandl

Zum zweiten Mal veranstaltete der Verein „PIWI Österreich“ den Weinwettbewerb „Neue / innovative Rebsorten“ für österreichische Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. In diesem Jahr waren es bereits erstaunliche 146 Weine von 64 verschiedenen Betrieben. Wie schon im Vorjahr kamen die meisten Weine aus der Steiermark, die traditionell und klimabedingt einen größeren PIWI-Flächenanteil hat als die anderen weinbautreibenden Bundesländer. Einen starken Auftritt lieferten diesmal aber die Teilnehmer aus dem Bundesland Niederösterreich. Mehr als ein Drittel aller eingereichten Weine kamen von dort und sechs von zehn Kategorien wurden gewonnen!


Austragungsort der Jury-Verkostung war wieder die Versuchsstation Haidegg in Graz. Mit dem modernen Sensorikraum und dem großzügig gestalteten Veranstaltungsbereich war es möglich, in Zeiten der Covid-19-Krise die Verkostung mit ausreichendem Abstand abzuwickeln. Die exzellente Küche im Haus komplettierte die angenehme Atmosphäre am Grazer Stadtrand. Die Jury aus anerkannten Fachleuten beurteilte nach dem internationalen 20-Punkte-Schema. Alle eingereichten Weine wurden bewertet, je nach Punkteanzahl werden dafür demnächst Plaketten in Gold oder Silber ausgegeben. Für die Auswertung einer eigenen Kategorie waren mindestens 10 eingereichte Weine Voraussetzung.

PIWI AT Weinpreis 2020 Verkoster©Spandl

Jury (v.l.n.r.): Janez Valdhuber (Uni Marburg), Helmut Hirzer (Weinlabor Silberberg), Wolfgang Renner (PIWI Österreich, Kostleitung), Leonhard Steinbauer (Versuchsstation Haidegg), Martin Palz (LK Steiermark), Annemarie Foidl (Sommelier-Union Österreich), Erich Leitner (TU Graz), Christian Eitler (LK Niederösterreich), Robert Steidl (Steidl-Weinberatung), Georg Thünauer (Weingut Thünauer), Helmut Gangl (BA für Weinbau Eisenstadt), Stanko Vrsic (Uni Marburg), Michael Gangl (Kobatlhof, Tieschen), Christoph Gabler (Weinbauschule Krems), Christian Waltl (W2 – Weinbau Waltl, Klagenfurt)

PIWI?

PIWI“ steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Diese Rebsorten sind neu und überaus innovativ. Sie entstammen aus aufwändiger Kreuzungszüchtung, sie haben nichts zu tun mit transgener oder cisgener Veränderung! Sie sind mehr oder weniger resistent gegen die wichtigsten zwei Pilzkrankheiten im Weinbau: Peronospora (Falscher Mehltau) und Oidium (Echter Mehltau). Die moderne Generation der PIWI-Sorten ist nicht nur pflegeleicht im Weinberg, sie hat auch das Potenzial für hervorragende Weinqualität! PIWIS passen genau zur Idee des „Green Deals“. Man wird zukünftig an den PIWIS nicht vorbeikommen, wenn man ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Weinbau langfristig erfolgreich betreiben will!

Der Verein

Der Verein „PIWI Österreich“ wurde 2005 als Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten gegründet und ist vernetzt mit PIWI International e.V.. Funktionen des Vereins sind u.a. die Wissensvermittlung bzw. der Wissensaustausch, Organisation von Begehungen und Fachexkursionen, regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch und Öffentlichkeitsarbeit. Mittlerweile gibt es rund 100 Mitglieder.

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