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Aus der Forschung2020-03-06T12:10:06+01:00

CO2- und Pflanzenschutzeinsparung durch PIWI-Anbau von Fred Strasser

Fred-Strasser

F. Strasser, Dipl Ing Agr ETHZ, Biopflanzenbaulehrer und M. Coray Kontakt: fredi-strasser@stammerberg.ch

Erst ab den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten Wissenschaft und Praxis die hohe Bedeutung der Resistenz für einen umweltschonenden Anbau erneut. In der Folge nahmen Kreuzungen bei Züchtern und Anbau in Pionierbetrieben mittels Sonderbewilligungen wieder zu. Die zwingende Rebsortenliste der Schweiz unterband nämlich anfänglich den freien Anbau, welcher erst 1995 durch Abschaffung dieser Liste legitimiert wurde. Somit steht heute das Ziel der Schaffung eines möglichst naturbelassenen Rebberges mittels resistenter Rebsorten jedem Schweizer Winzer offen. Dies ist bedeutungsvoll für Rebbaugebiete, in welchen durch Gewitterregen und nächtliche Taubildung der Infektionsdruck des Falschen Mehltaupilzes sehr hoch ist und kurze Intervalle zwischen den häufigen Behandlungen nicht nur im Bioweinbau notwendig macht. Dies erlaubt einen hohen Beitrag zur Reduktion der Belastung von Boden, Luft, Umgebung, Flora, Fauna, Winzer und Klima.

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25. August 2019|

Pflanzenschutz und Biodiversität in Agrarökosystemen

Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Eine neue erschreckende Stellungnahme zum Insektenrückgang und zum Vogelsterben in Deutschland.

Wer noch Argumente sucht für den Anbau von PIWI-Rebsorten, findet sie auf den Seiten 21, 24 und 25. In der Stellungnahme werden pilzresistente Sorten als Grundlage für einen neuen integrierten Pflanzenschutz in der Landwirtschaft vorgestellt:

6.4 Förderung integrierter Pflanzenschutzverfahren inklusive der Verfügbarkeit, des Anbaus und der Markteinführung resistenter Sorten

Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes (IPS) setzen vor allem auf eine Vielfalt in den angewandten Methoden zur Kontrolle der Schadorganismen, wie z. B. eine Nutzung mechanischer Verfahren zur Unkrautbekämpfung, Nutzung von Fruchtfolgewirkungen, oder den Anbau wenig anfälliger oder resistenter Sorten und Anpassung von Saatzeiten an den Standort. Solche Maßnahmen sollten die erste Wahl darstellen, werden jedoch aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend angewandt. Es ist davon auszugehen, dass die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel oft alternativen Methoden vorgezogen wird, da sie einfach anwendbar und kostengünstig sind und die herkömmliche Praxis darstellen. Wir empfehlen deshalb, die Ausbildung und Beratung der Landwirte noch stärker als bisher auf den Integrierten Pflanzenschutz auszurichten.

Stellungnahme lesen (PDF, 2MB)
7. März 2019|

PIWI-Rebsorten in der Schweiz – eine Ist-Analyse als Grundlage für ein geplantes Förderprojekt

Masterthesis von Lena Holzwarth

Master of Science in Life Sciences –Agricultural and Forest Sciences –

Masterarbeit lesen (PDF, 8 MB)
26. August 2016|

Ökobilanz von Schweizer Wein aus ÖLN-und biologischer Produktion

Studie von Sarah Wettstein, Matthias Stucki, Matthias Meier, Peter Schumacher, Jürg Buchli im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)

Der Konsum von Alkoholika und anderen Genussmitteln trägt neben tierischen Lebensmitteln massgeblich zur Umweltbelastung der Ernährung bei. Im Jahr 2014 war Wein mit 35 Liter pro Kopf und Jahr nach Bier das meist konsumierte alkoholische Getränk. Die Bewirtschaftung von Rebbergen ist mit einem hohen Ressourcen- und Energieverbrauch verbunden sowie mit produktionsbedingten Emissionen in die Luft, in Böden und in Gewässer. Eine Reduktion der Emissionen erfolgte mit der Einführung der Integrierten Produktion (IP). Einen Schritt weiter geht die biologische Produktion mit dem Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden und dem vermehrten Anbau von pilzwiderstandsfähigen (PIWI-)Sorten.

Das Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, mit einer Ökobilanz die Umweltauswirkungen der Weinproduktion in der Schweiz mit den beiden erwähnten Produktionssystemen und dem Anbau von PIWI-Sorten zu beurteilen und die wichtigsten Einflussfaktoren hervorzuheben. Zudem wurde eine Biodiversitätsbewertung durchgeführt, um die Auswirkungen unterschiedlicher Produktionssysteme auf die Biodiversität aufzuzeigen.

Studie lesen (PDF, 1,6 MB)
18. Mai 2016|

Fungus resistant grape varieties as a suitable alternative for organic wine production: Benefits, limits, and challenges

Artikel von Karine Pedneaulta und Caroline Provost in der Zeitschrift „Scientia Horticulturae“

Abstract:

Areas dedicated to organic wine production have significantly increased over the last few years. The vast majority of organic wine is made from Vitis vinifera varieties that are highly susceptible to fungal diseases and pests, making organic management difficult for growers. Depending on the growing area, 20–70% of organic growers declare issues with fungal diseases in Europe. Recently, fungus-resistant grape (FRG) varieties have been recommended as the most suitable choice in organic viticulture, especially in areas where disease pressure necessitates high rates of fungicides. FRG varieties could contribute to improved disease management in organic as well as conventional viticulture, reduce production costs and decrease copper accumulation in soils. Recently, many FRG varieties presenting advantageous agro- nomic attributes and enological characteristics have been developed in North America and Europe for conventional and sustainable farming. In this review, we present an overview of the benefits and limits associated with FRG varieties in addition to the current knowledge regarding berry and wine composition, canopy management, and winemaking challenges and practices.

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14. März 2016|

Ein positiver Beitrag zur Kohlendioxidbilanz

Artikel von Martin Mehofer in der österreischichen Fachzeitschrift „Der Winzer“

Nachhaltigkeit ist zurzeit ein oft gebrauchtes Schlagwort. Speziell der ökologische Aspekt, wozu auch die Kohlen­dioxidbilanz zu zählen ist, wird im Rahmen der Umwelt­politik sehr stark diskutiert. Allein die heimischen Wein­gärten haben derzeit das Potenzial, jährlich bis zu ca. 750.000 t CO2 zu binden – ein enormer Beitrag zum Umwelt­schutz, der durch eine entsprechende Wirt­schaftsweise noch ausbaufähig ist.

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9. September 2011|