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Einladung zum online-Talk mit Weinverkostung vom Julius Kühn Institut am 5. November 2021

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Weinbau in der Klimafalle?

05. November 2021, 18:00 – 20:00 Uhr

Wie kann die Forschung dabei helfen, den Weinbau in Zeiten des Klimawandels zukunftsfähig zu machen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der online-Veranstaltung mit Expertinnen und Experten aus Züchtungsforschung, Weinbau und Weinproduktion.

Der Klimawandel stellt Winzer und Züchter vor große Aufgaben. Zunehmende Wetterextreme führen immer öfter zu idealen Bedingungen für Schädlinge und Schaderreger der Rebe. Beispielsweise führten das verregnete Frühjahr und der Sommer 2021 zu einem sehr hohen Befallsdruck durch den Erreger des Falschen Mehltaus, was zu Ertragsausfällen und verminderten Qualitäten führen kann. Außerdem können vermehrt Spätfröste oder Hitzewellen zu Ertragsrückgängen führen. Hinzu kommt: Trauben reifen in Jahren mit erhöhter Durchschnittstemperatur früher und es besteht die Gefahr, dass besonders die Weißweine ihren spritzigen Charakter verlieren, für den deutscher Wein geschätzt wird.

Ein Sortenwandel steht daher im deutschen Weinbau an. Widerstandsfähigere Rebsorten sind gefragt, die auch in Zukunft noch hochwertige Weine hervorbringen. Unsere Expertinnen und Experten im Studio geben dazu einen multimedialen Ausblick, stellen bei einer Verkostung Weine nachhaltiger neuer Rebsorten vor und diskutieren mit dem Publikum: Was soll und kann die Forschung leisten, um den deutschen Weinbau fit für die Zukunft zu machen.

Programm

18.00 Uhr: Begrüßung
Nina Parzych (Moderation) | Genius GmbH

18.10 Uhr: Rebenzüchtung – von den Anfängen bis zu den PIWIs Verkostung: Sorte Regent (rosé)

Prof. Reinhard Töpfer | Julius Kühn-Institut | Institut für Rebenzüchtung

18.30 Uhr Die Auswirkung des Klimawandels auf den Weinbau
Verkostung Sorte Calardis Blanc
Reinhold Hörner, Weinbaupräsident (Pfalz) & Prof. Reinhard Töpfer | Julius Kühn-Institut | Institut für Rebenzüchtung

18.50 Uhr: Die Digitalisierung der Rebenzüchtung
Verkostung Sorte Calardis Musqué
Dr. Anna Kicherer | Julius Kühn-Institut | Institut für Rebenzüchtung

19:10 Uhr: Auf dem Weg zu den Rebsorten von Morgen: Klassische Züchtung und innovative Verfahren
Verkostung des Zuchtstamms Gf.2004-043-0010
Dr. Pascal Wegmann-Herr | DLR Rheinpfalz & N. N. | Julius Kühn-Institut | Institut für Rebenzüchtung

19:30 Uhr: Diskussionsrunde
Nina Parzych (Moderation) | Genius GmbH

20.00 Uhr: Voraussichtliches Ende

Teilnehmerregistrierung

Unter folgendem Link können sich Interessierte bis zum 27. Oktober 2021 anmelden und um die Zusendung von Weinverkostungsproben bitten, die Pakete sind kostenlos.  Aufgrund limitierter Vorräte stehen eventuell nicht für alle registrierten Teilnehmer Verkostungsproben zur Verfügung. Es besteht daher auch kein Anspruch darauf. Wir bitten um Verständnis.

Zur Registrierung

Hintergrund:

Diese Veranstaltung des Julius Kühn-Institutes ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Vorhaben (Projekt MaKOWIZ – Management des Klimawandels im Obst- und Weinbau mit innovativer Züchtung) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2020|21.

Das Wissenschaftsjahr widmet sich der Bioökonomie, einer nachhaltigen und biobasierten Wirtschaftsweise, die nicht mehr auf fossilen Rohstoffen basiert.

Die Verknappung von Ressourcen, wachsende Weltbevölkerung, Artenschwund und Klimawandel machen eine Umstellung der Wirtschaftsweise unumgänglich. Die Bioökonomie-Forschung schafft Innovationen, die Antworten auf diese Herausforderungen geben können.

In 32 Vorhaben im Rahmen des Wissenschaftsjahres wird die Bioökonomie-Forschung in zahlreichen interaktiven Veranstaltungsformaten in die Öffentlichkeit getragen. Diskussionsrunden und Mitmachformate bieten die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürgern, sich über die Bioökonomie zu informieren, sich auszutauschen und den Wandel aktiv mitzugestalten.

18. Oktober 2021|

PIWIS – around the World

Wolfgang Renner, Versuchsstation Haidegg, Obmann PIWI Österreich, Vorstand PIWI International

Mit dem fortschreitenden Klimawandel und der Notwendigkeit, auch in der Landwirtschaft die Herausforderungen des „Green Deals“ zu bestehen, wächst das Interesse an nachhaltigen Produktionsmethoden. Für den Weinbau stellen pilzwiderstandsfähige Rebsorten eine funktionierende Alternative dar.

In Österreich sind lt. Mehrfachanträge aktuell rund 1,5 Prozent der Rebfläche mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten bestockt. Das entspricht einer absoluten Fläche von rund 700 Hektar. In der Steiermark stehen davon etwa 150 Hektar (2,9% der steirischen Rebfläche). Am häufigsten angebaut werden hier Muscaris, Souvignier gris und Blütenmuskateller. Aber was passiert außerhalb Österreichs in traditionell „konservativen“ Weinbauländern? –
Hier ein kurzer Überblick über einige Aktivitäten in Europa und Übersee.

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14. Oktober 2021|

PIWI Sorten im Überblick – Resultate im Regenjahr 2021

PIWI Reben gibt es seit über hundert Jahren. Nur wenige konnten sich etablieren und halten. Während die Zeit des Regents abgelaufen scheint, wird nach wie vor Léon Millot oder Maréchal Foch angebaut. Doch in Zeiten der ökologischen Landwirtschaft und des Klimawandels interessieren sich immer mehr Winzerinnen und Winzer für neu Sorten, die wie Pilz aus dem Boden schiessen. Piwi  Pionier Edy Geiger schafft einen Überlick.

Quelle: DIE ROTE – Schweizer Zeitschrift für Obst- und Weinbau 13/2021

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12. Oktober 2021|

Wie robust sind PIWI Reben?

Der Anteil der pilzresistenten Traubensorten in der Schweiz beträgt 3%. Nicht nur aufgrund der diesjährigen Wetterkapriolen steigt das Interesse an ihnen stetig.  Stellt sich die Frage: Welche Sorten eignen sich am besten und wie gut sind sie gegen den Echten und Falschen Mehltau geschützt?  PIWI Pionier Edy Geiger aus Thal (SG) gibt im Folgenden seine Einschätzungen preis. Ergänzt werden sie durch die Sichtweise von Roman Baumann, der zusammen mit seiner Familie in Turtmann (CVS) eine breite PIWI Palette anbaut.

Quelle: DIE ROTE – Schweizer Zeitschrift für Obst- und Weinbau 13/2021

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12. Oktober 2021|

Neuer Anlauf Wine and Dine im Hiltl Zürich

Aller guten Dinge sind drei… Nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung hoffen wir, dass der dritte Versuch klappt.

Wir laden euch gerne ein, an unserem Experimentellen Wine and Dine an der Akademie des Restaurant HILTL in Zürich teilzunehmen.
Termin 22. Oktober 2021 – Anmeldung erforderlich bis spätestens 8. Oktober 2021 an info@piwi-ch.de

Beim vegetarischen 4-Gang Menü werden ausschliesslich Schweizer PIWI Weine von Mitgliedern von PIWI CH ausgeschenkt.
Welcher Wein passt am Besten?

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!
Alle Details und Anmeldeadresse im Flyer.

18. September 2021|

PIWI Kostgipfel in Wien ein voller Erfolg

PIWI WeinkostZum ersten Mal lud der Verein PIWI Österreich zum PIWI-Kostgipfel in die Wiener Innenstadt. Zehn
Weingüter aus Österreich präsentierten am 8. September 2021 ihre Weine, die zu den besten des
diesjährigen Weinwettbewerbes „Neue/Innovative Rebsorten“ zählen. Das Restaurant „Labstelle“
bot nicht nur einen würdigen Rahmen, sondern auch ein hervorragendes Service. Zahlreiche
interessierte Gäste konnten die ausgezeichneten Weine der österreichischen PIWI-Szene probieren
und sich ausführlich über PIWI-Rebsorten informieren. Eingebettet in die Publikumsverkostung
erfolgte auch die Ehrung der Siegerbetriebe und die Übergabe der Urkunden und Trophäen

weiterlesen – PIWI Kostgipfel in Wien_2021

13. September 2021|

Die im Italienischen Nationalregister eingetragenen PIWI-Sorten

Im italienischen Nationalregister gibt es inzwischen 37 Sorten, die PIWI-Sorten entsprechen, die neben Isabella und Noah für die Weinerzeugung angemeldet sind. Isabelle und Noah können nur für die Destillation verwendet werden. Die Zunahme dieser Zahlen ist ausdrucksvoll dafür, wie sehr sich die PIWI-Sorten als mögliche Gelegenheit erweisen, den Weinbau nachhaltiger zu gestalten und eine Antwort auf alle Probleme zu geben, die mit einer Landwirtschaft in der Nähe sensibler Gebiete (wie Schulen, Wasserstraßen, Radwege, Wohnhäuser usw.) verbunden sind, die durch Verordnungen geregelt werden, die bis zu 100 m von diesen Standorten entfernt sein können. Zu dieser Liste der Sorten trugen Sorten aus italienischen und ausländischen Zuchtprogrammen, insbesondere aus Deutschland und Ungarn, bei. Die italienischen Vereinigungen, die es ermöglicht haben, die Liste der Sorten, die je nach regionalen Entscheidungen verwendet werden können, an die biologische Vielfalt anzupassen, sind derzeit die Universität Udine zusammen mit Vivai Cooperativi di Rauscedo, CIVIT Consorzio zwischen dem 30-jährigen Vivalistenverband und der Stiftung E. Mach und ein privater Züchter, der eine Pflanze geborgen hat, die am Rande eines Waldgebiets gefunden wurde und zu einer Piwi-Sorte wurde, die mit dem Carignan verwandt ist.
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1. September 2021|

Diskussion über PIWI-Sorten und ihre Verkostung im Tschechischen Sortenamt am 16.8.2021

Jiří Sedlo

ÚKZÚZ (Zentralinstitut für Aufsicht und Prüfung in der Landwirtschaft), insbesondere der Direktor der Abteilung Pflanzenbau DI Jiří Urban, organisierte am 16. 8. 2021 eine Tagung über die PIWI-Rebsorten in der Tschechischen Republik mit anschließender Verkostung, zu der er über dreißig Interessierte einlud. An dem Treffen und der Verkostung nahmen auch Winzer teil, die ihre eigenen PIWI Weinproben vorstellten. Die meisten der vorgestellten Proben stammten aus dem Keller des ÚKZÚZ und von der Firma Vinselekt Michlovský. Eingeleitet wurde das Treffen durch einen Vortrag von Doz. Dr. Miloš Michlovský, dr. h. c., der die jüngste Geschichte, die Gegenwart und die mögliche Zukunft der Züchtung von PIWI-Sorten vorstellte, die früher im Unternehmen Resistant Velké Bílovice und später in Vinselekt Michlovský stattfand.

Der Fachvortrag war für die Teilnehmer sehr interessant und die Diskussion über die Zukunft der interspezifischen Rebsorten in der Tschechischen Republik war sehr rege. Aktive Teilnehmer waren u.a. Dr. Václav Hlaváček, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer der Tschechischen Republik und Vorsitzender der Landwirtschaftskammer Südmähren, sowie Vorsitzender des Aufsichtsrates des Weinbauverbandes der Tschechischen Republik, Mitglied des Vorstandes von PIWI International und Vorsitzender von PIWI CZ DI František Mádl, Vizepräsident von PIWI International Dr. Jiří Sedlo, Direktor der Höheren Weinbauschule Valtice DI Tomáš Javůrek, Prof. Dr. Pavel Pavloušek, vom Institut für Weinbau und Önologie der Mendel-Universität in Brünn, Direktor der Znovín Znojmo, A.G. DI Pavel Vajčner, emeritierter Direktor ÚKZÚZ Dr. Jaroslav Staňa, und viele andere. Insgesamt wurden etwa 40 Weinproben vorgestellt.

Nach einer längeren Diskussion kamen die Teilnehmer zu den folgenden Schlussfolgerungen:

  • Die Tschechische Republik hat eine lange Tradition in der Sortenzüchtung, deren Ursprünge noch auf den Begründer der Genetik G. J. Mendel zurück geht.
  • Für die weitere Entwicklung des Weinbaus in der Tschechischen Republik ist es notwendig, neue, bereits zugelassene Sorten, die resistenter gegen Pilzkrankheiten sind, zu unterstützen, vor allem durch die Förderung ihres Anbaus, aber auch durch den Verkauf der daraus gewonnenen Weine. Dies steht im Einklang mit den Zielen, die sich die EU für die Zukunft gesetzt hat. Bei konventionellen Sorten wird der CO2-Fußabdruck des Weins unabhängig von den Pestizidrückständen immer höher sein, und die Qualität des Bioweins nur mit den neuen PIWI-Sorten vergleichbar sein. Im Vergleich zu den meisten landwirtschaftlichen Kulturen sind die Reben dank widerstandsfähigerer Sorten bereit für die Ökologisierung, aber es ist notwendig, den Austausch einiger Sorten zu fördern. Der Anteil der PIWI-Sorten in den Weinbergen der Tschechischen Republik (4,1 %) ist einer der höchsten in Europa.

  • Die Unterstützung für PIWI-Sorten sollte als „Starthilfe“ in den ersten Jahren der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU betrachtet werden. Sobald die Vorteile dieser neuen Sorten nachgewiesen sind und sich ihre Weine auf dem Markt etabliert haben, wird sie nicht mehr benötigt, weil die PIWI-Sorten dann wettbewerbsfähig sind.

  • Diese Unterstützung sollte im Rahmen der neuen GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik der EU) auch für andere Kulturpflanzen eingeführt werden, und zwar außerhalb der Budgets der bestehenden GMO (Gemeinsame Marktorganisation EU), für einzelne landwirtschaftliche Produkte. Dies bedeutet, dass die Landwirte einen Anspruch auf Unterstützung nach klaren EU-weiten Regeln haben, außerhalb der GMO, aber innerhalb der GAP als Mehrkosten für die Einführung der neuen GAP, im Gegenzug für die Beschränkung der Landwirte auf den ökologischen Landbau.

Ministerium für Landwirtschaft sowie die Europäische Kommission und das Europäische Parlament sollten aufgefordert werden, diese Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.

Weitere Informationan zu den PIWI Sorten: Ing. František Mádl, fmadl1917@gmail.com,

https://piwi-international.de/

Foto: Část účastníků jednání

PIWI degustace JS

21. August 2021|

Großes PIWI-Dossier – Sorten, Weine und Optionen in DIE ROTE – Obst – und Weinbau CH

Ganz in der Tugend der Zeitschrift DIE ROTE – Schweizer Zeitschrift für Obst- und Weinbau, die seit 157 Jahren im Zeichen des Wissenstransfers steht, widmet sich DIE ROTE in der Ausgabe 08/2021 intensiv den PIWI-Sorten, zeigt ihre Möglichkeiten auf, aber verschweigt auch die Probleme nicht. Der PIWI-Anteil liegt im Moment in der Schweiz bei 3 %, aber man braucht kein Prophet sein, um zu orakeln, dass er nicht so tief bleiben wird.

Chefredakteur Markus Matzner

… weiterlesen ab Seite 8 (PDF 10 MB, Deutsch)

21. August 2021|

Ich möchte meine Reben nicht spritzen! Agronom und Biopionier Fredi Strasser im Interview

Fredi Strasser gilt als Pionier in Sachen PIWI Weinbau und war schon von frühester Jugend an vom Gedanken beseelt seine Reben einmal nicht spritzen zu müssen. Diesem Ideal folgend hat er sich Zeit seines Lebens der Forschung und dem Anbau pilzresistenter Traubensorten gewidmet und hat seine Erfahrungen und Erkenntnisse im Buch Pilzresistente Traubensorten festgehalten.

Podcast mit Daniel Bayer anhören auf Youtube

weitere Podcasts zum Thema PIWI findet ihr bei Daniel unter www.wein-verstehen.de

PIWI Buch Fredi Strasser
3. August 2021|

Wettbewerb PIWI Österreich – Neue / innovative Rebsorten

Einige Überraschungen!

Die kontinuierliche Zunahme der PIWI-Anbaufläche spiegelt sich in der von Jahr zu Jahr steigenden Zahl angemeldeter Weine beim österreichischen PIWI-Weinwettbewerb „Neue/innovative Rebsorten“. Nicht nur die traditionellen Weinbauregionen, auch das Bergland Österreich mischt mittlerweile in der PIWI-Szene kräftig mit!

Presseaussendung_PIWI_AT_2021

26. Juli 2021|

Falstaff – PIWI Trophy 2021 – Ergebnisse

Pilz-wiederstandsfähige Neuzüchtungen, sogenannte PiWis tragen oft seltsame Namen wie: Pinotin, Souvignier gris oder Sauvignac. Stilistisch sind sie den Europäersorten, die viel mehr gespritzt werden müssen, sehr ähnlich. Die Falstaff Verkostung zeigt: Da passiert Spannendes!

Mehr Infos: https://www.falstaff.at/sd/t/piwi-trophy-deutschland-2021/

oder als PDF (3,6 MB):

Falstaff-PIWI Verkostung 2021 Ergebnisse

22. Juli 2021|
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