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News2020-07-06T09:53:04+02:00

Neue Rebsorten braucht das Land …

Quelle:  Tagesschau – MITTENDRIN – Weinbau und Klimawandel

Stand: 22.09.2022 16:30 Uhr

Lange Dürreperioden, extreme Hitze und starke Regenfälle: Der Klimawandel und seine Folgen stellt die Winzer im Rheingau vor große Herausforderungen. Vor allem traditionelle Rebsorten leiden unter dem Extremwetter.

Von Jakob Schaumann, HR

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Riesling vor dem Aussterben retten

Die Hochschule Geisenheim forscht seit 2014 mit einem in dieser Form weltweit einzigartigen Projekt dazu, wie die Zukunft des Weinbaus aussehen könnte. Mit dem FACE-Experiment wagen die Forscher einen Blick in die atmosphärische Zukunft. Durch gezielte Zuführung von rund 20 Prozent Kohlenstoffdioxid wird die erwartete CO2-Konzentration von 2050 simuliert.

Zwei Sorten werden untersucht: der eher aus wärmeren Gefilden bekannte Cabernet Sauvignon und der für den Rheingau typische Riesling. „Natürlich interessiert uns, wie der Wein 2050 wird, aber vor allen Dingen: Wie reagiert die Pflanze?“, sagt Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule. Es gehe etwa um den Wasserverbrauch und die Struktur der Frucht, denn je kompakter eine Frucht sei, umso anfälliger sei sie für Fäulnis.

Schon heute zeigt sich, dass genau das für den Riesling zum Problem werden könnte. Die erhöhte CO2-Konzentration führt zu gesteigerter Photosynthese und stärkerem Beerenwachstum; dadurch werden die Rieslingreben kompakter und somit anfälliger für Schimmelbildung. Damit der Riesling im Rheingau nicht ausstirbt, züchtet die Hochschule Rieslingreben, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen und insgesamt ein lockereres Beerenwachstum haben.

23. September 2022|

Pestizide – nachhaltige Verwendung (aktualisierte EU-Vorschriften)

Die EU-Vorschriften über die nachhaltige Verwendung von Pestiziden zielen darauf ab, die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor den möglichen Risiken und Auswirkungen von Pestiziden zu schützen.

Die Vorschriften fördern die Verringerung von Pestiziden durch

  • integrierten Pflanzenschutz
  • Alternativen zu chemischen Pestiziden.

Im Rahmen dieser Initiative wird untersucht, inwieweit diese Ziele erreicht wurden und wie der Pestizideinsatz weiter reduziert werden kann, um die Ziele der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und des europäischen Grünen Deals zu erreichen.

PIWI International fehlt bei dieser Verordnung der Hinweis auf die resistenten Sorten!

„Der Vorschlag für eine Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln konzentriert sich zu sehr auf den integrierten Pflanzensschutz und geht am Kern der Sache vorbei – der Investition und Förderung von Sortenresistenz.

Bei vielen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen gibt es bereits Sorten mit einer genetisch kodierten höheren Resistenz, die durch klassische interspezifische Kreuzung erworben wurde. Diese neuen Sorten haben natürliche Resistenzen und sind somit weniger anfällig gegen Krankheiten, benötigen daher viel weniger Behandlung als traditionelle Rebsorten, und wenn mit weniger aggressiven Produkten. Dadurch wird auch der Kohlenstoff-Fußabdruck verringert, nicht nur die chemische Belastung.
Die Verbreitung und die Förderung dieser neuen Sorten, vor allem im Weinbau, wo es bereits ausreichend positive Erfahrungen in ganz Europa gibt, sollte neben dem Ersatz von aggressiven Chemikalien die Hauptrichtung für die Landwirtschaft sein.

Bei Weinreben zum Beispiel sind in den EU-Mitgliedstaaten bereits rund 100 solcher Sorten in den entsprechenden Sortenlisten eingetragen, und es kommen ständig weitere hinzu. Dutzende von ihnen sind in einigen Ländern wie Deutschland, Österreich, Tschechien, Schweiz, Italien und Frankreich für die Herstellung von Spitzenweinen (g.U. und auch DOC) zugelassen und haben bei internationalen Weinwettbewerben hohe Auszeichnungen gewonnen. Das größte Potenzial zur Verringerung des Pestizidverbrauchs liegt daher im Allgemeinen in der biologischen Wertigkeit der Sorten, die in der vorgeschlagenen Verordnung nicht berücksichtigt wird.

18. September 2022|

Harvest report from Sweden: Late flowering – late harvest

The spring was late and cold, which means a later harvest and slightly less fruit. But the quality of the Swedish grapes is reported to be good.

The Swedish winegrowers are preparing for harvest. As in the rest of Europe, the summer was hot and dry (but without an extreme heatwave). However, a cold May and thus flowering means that the harvest takes place slightly later compared to last year, plus there will be a few fewer grapes.

At Kullabergs Vingård in southwestern Sweden, their harvest of PIWI is expected to begin in October.

– The cool and late flowering means that we have a slightly smaller amount of fruit this year. But the summer was hot and dry so it looks good, says winemaker K Felix G Åhrberg, who came to Kullaberg in 2017 after working abroad. He is a trained oenologist at Klosterneuburg in Austria.

Kullaberg grows six primary varieties – Solaris, Souvignier Gris, Muscaris, Donauriesling, Pinot Nova and Cabernet Noir – but also has experimental cultivation with around 20 varieties to see what works. Until now, the focus has been on the Swedish „national grape“ Solaris, but K Felix G Åhrberg strongly believes in the new PIWI generation of blue varieties.

– In my opinion, Rondo and Regent give a bit of foxy flavor – it’s kind of like running Windows 95 on your computer. Pinot Nova and Cabernet Noir I like a lot, he says.

Pinot Nova (Blauer Burgunder x Malverina) is related to Pinot Noir and comes from Austria; Cabernet Noir is an offspring of Cabernet Sauvignon and was cultivated by Valentin Blatter in Switzerland in 1991.

Kullaberg is Sweden’s largest investment winery with a total of 14 hectares. The soil is mostly sand-mixed clay with one of the country’s oldest rock types, the pink-toned diabase Kullait. The location right by the sea is also favorable:

– We are surrounded by three seas, Öresund, Skälderviken and Kattegatt. This means that we have a mild climate with a long growing season.

A new circular winery built of wood will be inaugurated at the end of October.

– We have solar cells and our own water which we reuse. It’s 2.000 square meters and the capacity will be 100,000 bottles. Last year we made 32,000.

Just outside Malmö in the south you’ll find Vingården i Klagshamn, founded in 2001 and one of the pioneers in Swedish viticulture. Murat Sofrakis and Lena Jörgensen have 1.8 hectares, 80 percent Solaris.

– For our part, it was a cold spring with a late flowering at the end of June, and beginning of July. When summer came, it became dry – the plants were stressed, so now we are a little behind compared to previous years. We usually harvest in mid-September but are still waiting to get started.

Lena Jörgensen confirms the increased interest in Swedish wine.

– Absolutely. There is greater demand and we sell out. We accept pre-booked groups and this year we have been full. It’s a new category of people coming now, wine geeks with a solid interest.

Photos:

• The new cellar at Kullabergs Vingård, with steel tanks from Ledinegg, Austria.

• Murat Sofrakis and Lena Jörgensen, Vingården i Klagshamn.

15. September 2022|

PIWI-Kostgipfel in Wien – Österreichischer PIWI-Weinwettbewerb „Neue/innovative Rebsorten“

PIWI-AT-Preisträger 2022-klein

Im urigen Innenhof des Palais Schönborn (Volkskundemuseum Wien) fand am 6. September der PIWI Kostgipfel statt. Zwölf Kategorien beim heurigen PIWI-Weinwettbewerb bedeutet zwölf Siegerweine aus zwölf Betrieben. Diese präsentierten ihre PIWI-Weinpalette, begleitend dazu erfolgte die Übergabe der Urkunden und Trophäen durch PIWI Österreich Obmann Wolfgang Renner und PIWI International Präsident Alexander Morandell. Die extrem hohe Qualität der besten österreichischen PIWI-Weine konnte die zahlreich erschienenen Gäste begeistern.
P.S.: Die „PIWI-Familie“ ist stolz auf seine Siegerbetriebe!

14. September 2022|

Zulassung einer neuen geschützten Bezeichnung in den Niederlanden

Im Amtsblatt der EU C 315 vom 19. 8. 2022 wurde die EG-Mitteilung 2022/C 315/06 über geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) „Rivierenland“ für Wein, Qualitätsschaumwein, Perlwein und Wein aus eingetrockneten Trauben veröffentlicht.

Der vorhandene Mindestalkoholgehalt liegt je nach Art des Erzeugnisses zwischen 5 % und 12 % vol. Der Höchstertrag pro Hektar liegt je nach Sorte bei 40-60 Hektolitern. Bei den Sorten handelt es sich ausschließlich um PIWI, von denen es insgesamt 14 gibt, die meisten aus Deutschland und 4 aus der Schweiz stammen. Die weißen PIWI-Sorten sind Cabernet blanc, Johanniter, Merzling, Muscaris, Sauvignac, Solaris, Souvignier gris und Villaris. Die blauen PIWI-Sorten sind Cabaret noir, Cabernet Cantor, Cabernet Cortis, Monarch, Pinotin und Regent.

Amtsblatt der EU C 315 vom 19. 8. 2022; Jiří Sedlo

11. September 2022|

Swedish viticulture with PIWI

In just over 20 years, Swedish viticulture has gone from being a hobby to a commercially recognized player with wines that win international prizes and reputation – thanks to the hardy PIWI grapes.

Sweden has around 50 commercial vineyards and nearly 200 hectare under vines. The main grape is Solaris – roughly 80% – followed by Rondo; both established PIWI varieties.

PIWI is a long-term sustainable solution not only for Sweden; even in established wine countries, they realize that climate change requires new ideas and an open mind.
The association PIWI International, founded in 1999 – incidentally, the same year that Sweden became an official wine country according to the EU – is a platform for the exchange of experience and discussions, which with joint forces and strength can market these wines. For Sweden, viticulture has become an experienced industry and business of the future that can create jobs in the countryside.
The PIWI International Wine Challenge has become an internationally recognized competition, where Swedish wines are starting to take off. We are now launching a local chapter for Sweden to promote our wines on a larger scale, and collaborate on home ground.
3. September 2022|

piwi-boerse.de – der schnellste Weg zu neuen Rebsorten!

Die aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte hat dem PIWI-Thema wieder neuen Auftrieb gegeben und die Nachfrage nach neuen Sorten steigen lassen.
Damit Sie, als Winzerin und Winzer, schnell und unkompliziert eigene Erfahrungen im Ausbau mit neuen Rebsorten (PIWIs) machen können, hat das DLR-Rheinpfalz in Begleitung von dem Deutschen Weinbauverband und PIWI Deutschland die Plattform »piwi-boerse.de« als Experiment entwickelt.

Mit der Börse haben Sie die Möglichkeit kleine Mengen an Keltertrauben oder Most von neuen Rebsorten zu kaufen (bzw. zu verkaufen) und sich in der Vinifikation auszuprobieren sowie zu experimentieren.

Die PIWI-Börse ist vorerst auf ein Jahr angelegt.

Kontakt:
DLR Rheinpfalz
Dr. Charlotte Hardt
Charlotte.Hardt@dlr.rlp.de

1. September 2022|

PIWIs, Schafe und alpines Klima

In Südtirol setzen Winzer mit Anspruch auf resistente Sorten – und haben Erfolg

 

In  pflanzen immer mehr   an. Selbst vor den großen Kellereien macht der Trend nicht mehr Halt. Über die Erfahrungen  und die  der  berichtet Roland Brunner.

“Die  der Zukunft” nennt  seine Gewächse, die ausschließlich aus  gekeltert werden. Die Zukunft begann auf dem Hof Gandberg schon vor 30 Jahren, als sein Vater Rudolf sich entschied, konsequent  zu arbeiten und mit dem Pflanzen von  auf Spritzungen jeglicher Art zu verzichten. Beim Bio-Anbau hat sich in  – vor allem in den vergangenen zehn Jahren – erfreulich viel getan. Bei der Produktion von Piwi-Weinen sind die  allerdings insgesamt noch zurückhaltend.

Piwi-Pionier Rudolf Niedermayr und sein Sohn Thomas

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22. August 2022|

1st International conference SABB2022 in Ghent, Belgium

The first edition of the international conference on Sustainable Agriculture Biostimulants and Biopesticides will take place in Ghent, Belgium from Tuesday 20th September until 22nd September 2022.

The conference aims to bring together academicsindustryregulatory experts, and policy makers with an interest in plant biostimulants and biopesticides. The conference will focus on non-microbial biostimulant and biopesticide state of the art research. The main topics of the conference are novel Biostimulants and Biopesticides, progress in the mode of actionbioactive ingredientsplant stressimmune response. A workshop on the 22nd of September will give a forum to discuss the implementation, social issues, and agricultural policy around biostimulants and biopesticides. The 22nd there will be an opportunity to visit a 6000 square meter rooftop greenhouse research facility or the Gembloux Agro-Bio Tech research facility.

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15. August 2022|

Weinbau braucht neue pilzwiderstandsfähige und stresstolerante Rebsorten, um Klimawandel trotzen zu können

Presseinformation Julius Kühn Institut Nummer 13 vom 12.08.2022csm_PI2022-4_Bild3_LogoGBG2022-RGB_7648ab27c8

Rebenzüchter und -genetiker aus 23 Ländern tauschten sich auf dem vom Julius Kühn-Institut (JKI) organisierten XIII. GBG-Symposium in der Pfalz aus.

(Siebeldingen) Das auf dem Geilweilerhof in der Pfalz angesiedelte Institut für Rebenzüchtung des Julius Kühn-Instituts (JKI) hatte in diesem Sommer (2022) die Ehre, das internationale Symposium zu Rebenzüchtung und -genetik auszurichten. Das „XIII. Symposium for Grapevine Breeding and Genetics“ fand vom 10.-15. Juli in der Jugendstilfesthalle Landau statt. Dazu kamen 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 23 Ländern aus Europa und Übersee zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Die Veranstaltung findet alle vier Jahre an wechselnden Orten in aller Welt statt. Nächstes Austragungsland nach Deutschland ist 2026 Kroatien. Die Veranstaltungsreihe wurde vor fast einem halben Jahrhundert von den Rebenzüchtern am Geilweilerhof in Siebeldingen ins Leben gerufen, die seit 2008 dem Julius Kühn-Institut angehören.

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12. August 2022|

PIWI Wettbewerb in Österreich: Neue / Innovative Rebsorten

Weine aus allen neun Bundesländern

Graz, Juli 2022
Auch im vierten Jahr brachte der Österreichische PIWI-Weinwettbewerb „Neue / innovative Rebsorten“ wieder eine Steigerung der Zahl teilnehmender Betriebe und angemeldeter Weine. Erstmals konnte eine hochrangige internationale Jury PIWI-Weine aus allen neun österreichischen Bundesländern bewerten.

Der gemeinnützige Verein „PIWI Österreich“ veranstaltete nun schon zum vierten Mal den Weinwettbewerb „Neue / innovative Rebsorten“ für österreichische Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. Für die Jury-Verkostung am 21. Juli waren 209 Weine von 92 verschiedenen Betrieben angemeldet! Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee waren Weine aus allen österreichischen Bundesländer vertreten. Der größte heimische PIWIWeinwettbewerb hat sich mittlerweile als Fixpunkt im Weinjahr etabliert.

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27. Juli 2022|

Zulassung neuer PIWI-Sorten in Pfalz

Im Amtsblatt der EU C 272 vom 15.7.2022 wurde die EG-Mitteilung 2022/C 2272/05 über neu zugelassene Sorten für Qualitätswein und Wein mit Prädikat im Weinbaugebiet Pfalz veröffentlicht. Der Höchstertrag pro Hektar ist auf 105 Hektoliter festgesetzt. Bei den mehr als 30 neuen Sorten gehört fast ½ zu PIWI-Sorten. Die weißen PIWI-Sorten sind Bronner, Cabernet blanc, Hibernal, Muscaris, Sauvitage, Souvignier gris und Villaris. Die blauen PIWI-Sorten sind Baron, Cabernet Cantor, Cabertin, Calandro, Pinotin, Piroso und Reberger. Neben den deutschen Sorten sind dort auch einige Schweizer Sorten.

Zuvor war es bereits möglich, aus zwei Dutzend PIWI-Sorten wie Johanniter, Juwel, Orion, Phoenix, Prinzipal, Saphira, Sirius, Solaris, Staufer, Accent, Allegro, Bolero, Cabernet Carbon, Cabernet Carol, Cabernet Cortis, Prior, Regent und Rondo, also ausschließlich aus Deutschland, Wein mit geographischer Ursprungsbezeichnung  (g.U.) zu gewinnen.

Amtsblatt der EU C 272 vom 15.7.2022, Jiří Sedlo

 

26. Juli 2022|
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