PIWI-International e.V. feiert 20 jähriges Vereinsjubiläum Neue innovative Rebsorten:

Im Dezember 1999 gründeten aufgrund der Initiative von Dr. Pierre Basler 39 Weinbaufachleute den Verein „ Internationale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten e.V.“, kurz „PIWI-International“ in Einsiedel in der Schweiz. Die Gründungsmitglieder kamen aus den Ländern Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz. Sie waren von den positiven Eigenschaften der neuen innovativen PIWI-Rebsorten überzeugt und haben sich entschlossen, gemeinsam die Forschung, Förderung und Verbreitung dieser Sorten voranzubringen. Wichtig war vor allem zu dieser Zeit der Erfahrungsaustausch im Anbau mit den noch jungen PIWI-Rebsorten wie Regent oder Johanniter. Denn sie reagierten unterschiedlich auf besondere Lagen- und Klimaeinflüsse.

Zunächst geschah die Arbeit in verschiedenen Workshops an Weinbauinstituten. Ab dem Jahr 2003 begann man bereits mit der Öffentlichkeitsarbeit auf der BIOFach-Messe in Nürnberg und ab 2004 auf der Intervitis-Messe in Stuttgart. Dadurch fanden sehr viele Winzer den Weg zum Verein und unter der neuen Leitung von Präsident Matthias Wolff wuchs der Verein rasch auf eine Mitgliederzahl von 250 im Jahre 2008. Der praktische Erfahrungsaustausch der Mitglieder wird von Anfang an mit einer jährlichen Exkursion in ein anderes Weinbauland groß geschrieben. Zudem bildeten sich immer mehr Regionalgruppen und es kamen Mitglieder aus anderen Ländern dazu. Aktuell sind 500 Mitglieder aus 17 Ländern bei PIWI-International vereint unter der Leitung eines international besetzten Vorstandes. Dadurch gibt es im Verein eine starke Dynamik und bei der jährlichen Mitgliederversammlung werden die aktuellen Ziele des Vereins immer neu ausgelotet. Stand am Anfang der Vereinsgeschichte die Resistenzzüchtung im Vordergrund, so schiebt sich mittlerweile die Vermarktung von PIWI-Weinen in den Focus der Aktivitäten. Dabei hilft auch der 2009 ins Leben gerufene jährliche  „Internationale PIWI-Weinpreis“ und die ständig erneuerte Webseite www.piwi-international.org
 
Die Vorteile der neuen innovativen PIWI-Rebsorten liegen auf der Hand:

  • Einsparung von ca. 80% der Pflanzenschutzmaßnahmen, PIWIs kommen in der
  • Regel mitsehr wenig ökologischen Pflanzenschutzbehandlungen aus.
  • Schonung des Bodens durch weniger Schlepperfahrten.
  • Weniger CO2-Auststoß: durch die derzeit bestehenden 5 000 Ha PIWI-Weinberge in Europa werden ca. jährlich 1200 t CO2 eingespart.
  • Sie bringen große Erleichterungen für den Steillagenweinbau und für Bio-Weinbaubetriebe.
  • Sie sind ökonomisch aufgrund von Einsparungen der Betriebsmittel und der Arbeitszeit.
  • Die Umweltfreundlichkeit ist sehr hoch im Hinblick auf den Trinkwasserschutz und auf Weinberge in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten.
  • Sie machen die Erzeugung von rückstandsfreien Traubensäften und Naturweinen möglich.


  • Souvignier gris
Auf der Agenda des Vereins steht in erster Linie die Information für die Produzenten. Gleichzeitig ist die Aufklärung des Handels und der Verbraucher immer wichtiger, um die Bekanntheit und das Marketing der Weine aus den neuen innovativen PIWI-Rebsorten zu verbessern. Die 8 Regionalgruppen von PIWI-International in Europa führen jährlich zahlreiche Aktivitäten durch, und tauschen sich fachlich im großen PIWI-Netzwerk aus. Neben PIWI-Keltertrauben werden auch PIWI-Tafeltrauben erfolgreich angebaut und dem Lebensmittelmarkt angeboten.
Nach 20 Jahren der Pionierarbeit ist PIWI erwachsen geworden und braucht sich mit seiner Weinqualität nicht mehr zu verstecken. Es gibt schon erfolgreiche große PIWI-Weine!
PIWI-International e.V. wächst nun schon über Europa hinaus: Unser neuestes Mitglied ist ein Weingut mit Steillagen-Terrassenweinbau in Nepal.
20 Vereinsjahre sind ein Grund zum Feiern: Wir laden ein zum 1. Internationalen PIWI-Symposium „Neue innovative Rebsorten“ am 9. August in Wädenswil/Schweiz. Programm und Anmeldung unter http://symposium.piwi-international.org
 
Josef Engelhart, Präsident PIWI-International e.V.

 

 

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