Welche PIWI Rebsorten gibt es und wie schmeckt PIWI Wein?

Schon lange kein Geheimtipp in der Weinwelt mehr, die PIWIs kommen aus ihrem Schattendasein.

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl neuer Sorten, die sehr unterschiedliche Weine mit eigenem Charakter und Aromaprofilen hervorbringen. Die Entdeckungsreise ist spannend und voller neuer Geschmackserlebnisse.

Wir sammeln hier für Sie Informationen zu den PIWI Reben. Die Anforderungen werden immer umfangreicher, deshalb ist die Datenbank gerade in einer Neuausrichtung.  Haben Sie bitte etwas Geduld.  Einen kleinen Überblick kann man natürlich bereits abrufen.

Einen ersten Eindruck über die neue Seite und die neuen Informationen bekommen Sie hier

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8 Treffer



Muscat Bleu
Farbe:Rot
Kreuzung:Garnier 15/6 x Seve-Villard 20-347
Synonyme:Garnier 83/2, Aromato
Herkunft:Charles Garnier
Bezugsquellen:diverse Rebschulen

Sensorische Beschreibung
Wein aus der Traubensorte Muscat blue ist sehr geprägt von einem intensiven Muscat Duft. Rotweine kommen daher bei den Konsumenten eher schlecht an. Roseweine teilweise auch mit leichter Restsüsse können sich in kleineren Mengen vermarkten lassen.

Sortencharakteristik
Robuste pilzwiderstandsfähige Tafeltraube mit früher Reife. Die Trauben sind lockerbeerig mit mittelgrossen ovalen Beeren. Durch die frühe Färbung werden die Trauben auch gerne von der Kirschessigfliege befallen. Ebenso finden die Vögel gerne diese Frühe Sorte.

Geschichte
Beliebte Tafeltraube in Europa, weit verbreitet als Zierrebe für Haus und Garten.


Villaris
Farbe:Weiß
Kreuzung:Sirius x Vidal blanc
Herkunft:Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Deutschland

Sensorische Beschreibung
Die Weine erinnern vielfach in Geruch und Geschmack an weiße Burgunderweine mit mild ansprechender Säure;

Sortencharakteristik
Im Weinberg zeichnet sich die Rebsorte VILLARIS durch ihren kräftigen, aufrechten Wuchs aus. Die Trauben sind kleiner als bei ihrer Schwester, der Rebsorte FELICIA. Sie sind auf der sonnenzugewandten Seite häufig bronziert und bestehen aus relativ großen Beeren. Das Holz der VILLARIS ist in der Regel gut ausgereift. Meist trägt die Weißweinsorte zwei bis maximal drei Trauben pro Trieb. Die Weine, die aus VILLARIS produziert werden, weisen oft niedrige Säuregehalte auf. Dadurch erinnern sie häufig an Weine aus Burgunderrebsorten. VILLARIS wird als früh reifende Sorte beschrieben und reift durchschnittlich etwas früher als Müller-Thurgau.

Geschichte
1984:Kreuzung 1990ff:Selektion und Prüfung in den Zuchtstufen 2000: Anmeldung zum Sortenschutz 2004: Erteilung des Sortenschutzes 2005: Anmeldung zur Sortenliste 2011: Eintragung in Sortenliste


Felicia
Farbe:Weiß
Kreuzung:Sirius x Vidal blanc
Herkunft:Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Deutschland

Sensorische Beschreibung
Sensorisch steht FELICIA steht für einen leichten, feinfruchtigen Weintyp mit einer hintergründigen Säure. Das Bukett ist geprägt von feinen, floralen und fruchtigen Aromen wie grüner Apfel, Aprikose und Banane, die in manchen Jahren mit einem dezenten, angenehmen Muskatton kombiniert sind; der Wein besitzt darüber hinaus eine harmonische Säure.

Sortencharakteristik
In den Weinbergen erkennt man FELICIA schnell durch ihre markant glänzenden Blätter. Typisch für FELICIA sind große und lockerbeerige Trauben, die sich auch für den direkten Verzehr eignen, und mit drei bis vier Trauben pro Trieb weist die Sorte ein relativ hohes Ertragsniveau auf. Durch die lockere Traubenstruktur ist sie recht unempfindlich gegenüber Botrytis. Aufgrund ihres nicht ganz aufrechten Wuchs gestaltet sich die Heftarbeit im Weinberg jedoch etwas aufwändiger. Aufgrund der vorwiegend filigranen Weinstilistik ist die Sorte hervorragend als Verschnittpartner für leckere Cuvées geeignet.

Geschichte
1984:Kreuzung 1988ff:Selektion und Prüfung in den Zuchtstufen 2000: Anmeldung zum Sortenschutz 2004: Erteilung des Sortenschutzes 2015: Anmeldung zur Sortenliste 2020: Eintragung Sortenliste


Sauvignac
Farbe:Weiß
Kreuzung:Sauvignon blanc x Riesling x Resistenzpartnern
Synonyme:VB CAL 6-04
Herkunft:V. Blattner, Soyhières, Schweiz

Sensorische Beschreibung
Diese Sorte lässt Spielraum für die sensorische Ausprägung im Wein. Je nach Reifegrad, Ausbaustil und Hefeeinsatz lehnt sich die Sorte an Riesling Aromen nach Aprikose und reifer Apfel oder zeigt das Bouquet von Limonen und dezenter schwarzer Johannisbeere der Scheurebe. Typisch ist eine stabile Säure, die sowohl über die Traubenreife am Stock als auch während der Flaschenreife lebendig bleibt. (Freytag)

Sortencharakteristik
Die Sorte ist für den Anbau auf einem breiten Boden- und Langenspektrum angelegt. Ihr mittlerer Wuchs ist vergleichbar mit Riesling, ebenso wie die gute Holzreife und Frostfestigkeit. Die Reifezeit beginnt etwa 10 Tage vor dem Riesling. Aufgrund der Säurestabilität und der dicken Beerenhaut kann das Erntefenster bis Ende Oktober ausgedehnt werden. Auch unter den Witterungsextremen der Schweiz zeigt die Sorte eine sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Peronospera und Oidium. Gegen Botrytis zeigt sich die Sorte aufgrund des aufgelockerten Stielgerüstes und der dicken Beerenhaut als sehr solide. Unsere Erfahrungen der letzten Jahren zeigen ab ca. 100°Oe eine gleichmäßige Infektion der Beerenhaut durch Botrytis mit Edelfäulepotential, ohne dass die Beeren aufplatzen. (Freytag)

Geschichte
Als Vorreiter der sogenannten „Cal.“ Serie von Valentin Blattner entstand die Sorte aus einer Kreuzung aus Sauvignon blanc x Riesling x Resistenzpartnern. Sie vertritt die neue Generation von Piwis. Zum einen konnte durch Mehrfachkreuzungen mit unterschiedlicher Resistenzgenetik die Robustheit gegen Pilzkrankheiten nachhaltig verbessert werden. Zum anderen verleihen die "Vinifera"- Elternanteile der Sorte eine komplexe Sortenaromatik, die je nach Standort, Reife und Ausbaustil zwischen Riesling und Scheurebe angesiedelt ist. (Freytag)


Reberger
Farbe:Rot
Kreuzung:Regent x Lemberger
Herkunft:Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Deutschland

Sensorische Beschreibung
Die Weine sind kräftig und mit gut eingebundenen Tanninen. Das Bukett von REBERGER ist vielfältig. Die fruchtigen Aromen stehen im Vordergrund und erinnern an Sauerkirsche, Pflaume, Heidelbeere, Holunderbeere und auch ein wenig nach Himbeeren. Die Tertiäraromen schmecken nach Vanille, Tabak und Nelken, sie machen aus ihm einen aufregenden Wein. Der Geschmack nach dunkler Schokolade rundet ihn ab.

Sortencharakteristik
REBERGER ist eine rote Rebsorte die zu einem frühen Zeitpunkt hohe Mostgewichte und eine intensive Farbe aufweist. Die Reben besitzen einen aufrechten Wuchs und eine gute Widerstandsfähigkeit gegen den echten Mehltau. Die Anfälligkeit gegenüber Peronospora ist bei REBERGER vergleichbar mit klassischen Rebsorten, weshalb im Weinberg auf intensives Laubwandmanagement geachtet werden sollte. Rotweine, die aus REBERGER gekeltert werden, präsentieren sich vollmundig und geschmeidig. Die farbintensiven Weine erinnern geschmacklich an die Vaterrebsorte Lemberger.

Geschichte
1986: Kreuzung 1991ff:Selektion und Prüfung in den Zuchtstufen 2000: Anmeldung zum Sortenschutz 2004: Erteilung des Sortenschutzes 2011: Eintragung in Sortenliste


Baron
Farbe:Rot
Kreuzung:Cabernet Sauvignon X (Merzling X (Zarya Severa X St. Laurent))
Synonyme:FR 455-83 r / 1983
Herkunft:Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Deutschland

Sensorische Beschreibung
fruchtig, farbintensiv, extrakt- und phenolreich

Sortencharakteristik
-Austrieb: mit Bl. Spätburgunder -Blütezeitpkt.: mit Bl. Spätburgunder -Traubenentwkl./Traubenschluss: mit Bl. Spätburgunder -Färben: kurz vor Bl. Spätburgunder -Erntereife: einige Tage vor Bl. Spätbg. -Pero.-Festigkeit: sehr gut -Oidium-Festigkeit: gut -Verrieselung: mittel -Stiellähme: gering -Traubengröße: mittel -Beerengröße/-dichte: mittel / gering -Ertragsniveau: 45 - 55 kg/a -Mostgewicht: wie Bl. Spätburgunder -Fäulnisanteil: sehr gering


Cabernet Blanc
Farbe:Weiß
Kreuzung:Cabernet Sauvignon und mehrere mehltauresistente Kreuzungspartner
Synonyme:VB 91-26-1,
Herkunft:V. Blattner, Soyhières, Schweiz
Bezugsquellen:Rebschule Freytag

Sensorische Beschreibung
In seinem Duft erinnert er an seine Kreuzungsrebe Cabernet Sauvignon. Würzig-beeriger nach Paprika, schwarze Johannis- und Stachelbeeraromen, aber auch Aromen von Zitrusfrüchten, Aprikosen und Äpfeln. Bei richtiger Reife und optimalem Terrain entwickelt er eine gute Mineralität und Säurestruktur.

Sortencharakteristik
Die Beeren sind klein und rund, besonders die kernlosen Früchte weisen einen sehr hohen Zuckergehlt und gute Extraktwerte auf. Vor der vollständigen Reife sind die Beeren dunkelgrün und wirken lange unreif. Bei Beginn der Reife Anfang Oktober färben sich die Früchte gelb. Die Sorte neigt sehr stark zum Verrieseln was zu kleinen Erträgen führen kann. Empfehlung lange Ruten schneiden.

Geschichte
Die Rebsorte "Cabernet blanc" wurde 1991 von dem Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner in der Pfalz gezüchtet und von Volker Freytag selektioniert. Nach einigen Jahren der Versuchsauswertung wurde sie 2004 von Voker Freytag zum Sortenschutz und 2010 zur Klassifizierung angemeldet.


Regent
Farbe:Rot
Kreuzung:Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin
Herkunft:Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Deutschland

Sensorische Beschreibung
Der Regent ist oft geprägt von deutlichen Kirsch- und Zwetschgennoten, sowie Aromen von roten Beeren, teils mit südländischer Charakteristik. Vorhandene phenolische Komponenten wirken bei jungen Weinen oft schon reif und eingebunden. Bei engenreduziertem Anbau entstehen Weine mit großer Dichte, eigener phenolisch-holziger Aromatik und mineralischen Strukturen. Er erinnert manchmal an reife Merlots oder dichte Dornfelder.

Sortencharakteristik
Bei Ertragsreduzierung gut geeignet für Barriqueausbau. Für ökologisch arbeitende Betriebe ist eine beliebte Rotweinsorte. Ein reduktiver Ausbau wird empfohlen. Die Lese sollte wegen des Ablösens der Beeren (s.o.) und eines deutlichen Säurerückgangs nicht zu spät erfolgen. Die Weine sind körperreich mit einer guten Balance von Tanninen und Aromen und erinnern oft an Rotweine südländischer Herkünfte.

Geschichte
Bereits 1967 wurde mit der Züchtung begonnen. Prof. Dr.Dr.h.c.G. Alleweldt kreuzte an der Bundesanstalt für Züchtungsforschung Geilweilerhof Diana x Ch ambourcin. Der Kreuzungspartner Diana ist eine Kreuzung aus Sylvaner x Müller-Thurgau. Champorcin ist eine komplexe französische Hybride. Die ersten Kreuzungen mussten über Jahre selektioniert und die besten Einzelstöcke Vermehrt werden. Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab 1985. Im Jahr 1993 wurde der Sortenschutz erteilt, zwei Jahre später erfolgt die Eintragung in die Sortenliste, 1997 die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.